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Ursprung
Ursprung des Modernen Fünfkampfes
Fünfkampf <-> Moderner Fünfkampf
Unwillkürlich stellt sich hier die Frage nach Zusammenhängen oder gar nach Gemeinsamkeiten.
Der Zusammenhang besteht darin, dass der Fünfkampf seinen Ursprung in der Antike hatte, der Moderne Fünfkampf aus der Neuzeit stammt. Gemeinsam haben die beiden Begriffe, dass sie sportliche Mehrkämpfe sind.
Unterschiedlich sind sie in den einzelnen Disziplinen. Zum besseren Verständnis sei hier ein kleiner Ausflug in die Geschichte der beiden Sportarten erlaubt.
Fünfkampf - Pentathlon
Im Heiligtum des Zeus in Olympia in der Landschaft Elis auf dem Pelopones haben bereits 776 v. Chr. Olympische Spiele stattgefunden. Dort wurden alle 4 Jahre Wettbewerbe durchgeführt. Gedacht als ein friedliches Kräftemessen der körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Idealisierend sollte dabei die Freude an der kämpferischen Auseinandersetzung im Vordergrund stehen. Die wohl älteste Disziplin dürfte der Wettlauf im Stadion gewesen sein, ergänzend kamen der Langstreckenlauf, das Ringen und der Faustkampf hinzu. Pferde- bzw. Wagenrennen rundeten dieses Programm ab.
Der edelste Wettkampf jedoch war der Fünfkampf mit den Disziplinen
Laufen - Weitsprung - Speerwurf - Diskuswurf – Ringen
Wer hier als Sieger hervorging dem gebührte die größte Ehrung, ihm wurde eine herausragende Stellung in der Gesellschaft eingeräumt. Kriegshandlungen wurden in dieser Zeit eingestellt.
Diese Spiele mit den damit verbundenen gesellschaftlichen, sportlichen und kulturellen Werten fanden 393 v. Chr. ein jähes Ende. Kaiser Theodorius blieb es vorbehalten, diese Olympischen Spiele als heidnisch zu verbieten. Es dauerte sehr, sehr lange, bis sich überhaupt die Erinnerung daran wieder regte. Noch länger dauerte es jedoch, bis der Gedanke an eine Wiederbelebung erkennbar wurde.
Zwar sind in der Vorgeschichte der Modernen Olympischen Spiele immer wieder Ansätze dazu gemacht, jedoch nie ernsthaft weiter verfolgt worden. Erst der aus einer französischen Adelsfamilie stammende Baron Pierre de Coubertin, 01.01.1863 bis 02.09.1937, wagte diesen Schritt. Im Jahr 1894 berief er in Paris einen internationalen Kongress ein und gründete das Internationale Olympische Komitee.
In seiner ersten Sitzung beschloß das IOC, die Olympischen Spiele wieder aufleben zu lassen. Sie sollten in modernisierter Form auf internationaler Ebene und unter Berücksichtigung der Ideale der Antike begründet sein.
Die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit wurden 1896 in Athen ausgetragen.
Moderner Fünfkampf - Pentathlon Modern
Es war ein persönliches Anliegen von de Coubertin, in diese Spiele auch wieder einen Fünfkampf einzubinden. Er wollte durch eine möglichst vielseitige sportliche Ausbildung seinen Vorstellungen vom wahren und vollkommenen Athleten möglichst nahe kommen. Die Ideale der Antike mit den Erfordernissen des modernen Sports in Einklang zu bringen, war sein Hauptanliegen. Seine Überlegung dabei, dieses Ziel mit völlig verschiedenen, teils sogar gegensätzlichen Sportarten zu erreichen.
Bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm stand der Moderne Fünfkampf erstmals auf dem Programm. Seine Disziplinen:
Schießen - Fechten - Schwimmen - Reiten - Laufen
Es würde zu weit führen hier den Weg eingehender zu schildern, den der Moderne Fünfkampf zurücklegen musste, bis er seine heutige Form gefunden hat.
Beispielsweise sind zahlreiche Änderungen der Wettkampfregeln und der Regularien zur Ermittlung des Siegers vorgenommen worden. Auch die Umstellung der Waffen beim Schießen, von der Groß- zur Kleinkaliber- bis zur Luftpistole und noch einiges mehr, gehörte dazu.
Die lang praktizierte Durchführung der Wettbewerbe an 5 Tagen entsprach nicht den Vorstellungen von de Coubertin. Er wollte schon zu seiner Zeit nur einen Tag verwenden.
Technische Gründe waren dafür verantwortlich, dass dies nicht umgesetzt werden konnte. Erst in neuerer Zeit wird bei Wettbewerben so verfahren.
Eine dieses Thema abschließende Bemerkung: Unabhängig von der Modernisierung des Regelements, haben die 5 Disziplinen ihre Faszination bis heute behalten.
